eNature Point "Rund um das Saumoos"

Station: Blauschillernder Feuerfalter

Der Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle) ist ein Juwel der heimischen Tierwelt. Er kann in Österreich nur noch an einigen wenigen Standorten, in Salzburg überhaupt nur mehr im Lungau gefunden werden. Die Art ist also akut vom Aussterben bedroht! Dieser Schmetterling ist ein kleiner, auffällig gefärbter Tagfalter, welcher zur Familie der Bläulinge gezählt wird. Die Flügeloberseite der männlichen Falter kennzeichnet sich durch einen intensiven violetten Schiller, sowie eine leuchtend orangefarbene Außenbinde. Die Raupe frisst nur an den Blättern des Schlangenknöterichs (Bistorta officinalis), danach überwintert sie die kalte Jahreszeit als Puppe in der Laubstreu, um im nächsten Frühjahr selbst auf Hochzeitsflug zu gehen.

Hier im geschützten Landschaftsteil Saumoos, könnte der Falter auf der Weide, vor der Sie gerade stehen, tatsächlich Fuß fassen! Denn es wurden Entbuschungsmaßnahmen (der ausgezäunte Bereich) durchgeführt, um den Lebensraum für den Falter offen zu halten, und ihm den Sprung von anderen Moorgebieten hierher zu ermöglichen.

Auch der Kaisermantel (Argynnis paphia) kann hier nächstes Jahr wieder vorbeiflattern, denn er lebt an sonnigen Waldrändern, blütenreichen Waldlichtungen mit strauchbewachsenen Rändern, und auf von Wald eingeschlossenen Wiesen. Mit 55 bis 65 Millimetern Flügelspannweite zählt der Kaisermantel zu den eher großen Tagfaltern. Die Flügeloberseiten sind leuchtend orange mit braunen Flecken, unterseits sind die Hinterflügel graugrün. Außerdem befindet sich dort ein silbrig gefärbtes Band, weswegen der Schmetterling im deutschen Sprachraum auch als Silberstrich bezeichnet. Die Männchen besitzen auch sogenannte Duftschuppenstreifen, die als vier schwarze Striche auf der Flügeloberseite vorne zu finden sind. Aus diesen Duftschuppen geben sie Pheromone ab, die als Sexuallockstoff für die Weibchen dienen.
Der Kaisermantel saugt mit Vorliebe an Brombeerblüten, Skabiosen und Distelköpfen. Die Eier werden an Baumstämmen abgelegt, in deren Nähe Veilchen wachsen, denn die Raupen ernähren sich nur von den Blättern verschiedener Veilchenarten und Mädesüß. Dies tun sie aber erst, nachdem sie ohne zu fressen und direkt am Stamm die kalte Jahreszeit überwintert haben. Am Tag halten sie sich auf der Unterseite von Blättern verborgen und kommen nur in der Nacht hervor. Im Mai oder Juni verpuppen sich die Raupen. Nach etwa 20 Tagen schlüpfen daraus die prächtigen Falter.